Hamburg: Harry’s Hafenbasar

Unser erster Besuch bei Harry’s Hafenbasar, das war ein Erlebnis. Zuvor im Internet recherchiert, wollten wir eigentlich nur mal so vorbeibummeln. Kurz gucken was es so gibt, haben wir dabei gänzlich unterschätzt was uns dort erwarten würden. In 39 Räumen präsentiert sich dem Besucher eine wahre Flut von Antiquitäten und Nippes aus aller Herren Ländern. Zumeist sind es Masken und Figuren, die den Besucher zu tausenden aus jeder Richtung anstarren und beobachten. Allerdings finden sich unter den Artefakten auch Bilder, ausgestopfte Tiere und Galionsfiguren. Sehr beeindruckend sind auch ein ausgestopfter Eisbär, ein Leopard oder die Giraffe, in einem der hinteren Räume. Es würde zu lange dauern, um alle Kuriositäten und wundersamen Entdeckungen hier aufzuführen, doch laut Gerry, Harrys Nachfolger, sprechen wir über weit mehr als 300.000 einzelne Objekte.

Gerry hat das kleine Museum mit großem Oho-Effekt erst letztes Jahr aus dem Nachlass von Harry’s Tochter übernommen und versucht es nun in der Tradition seines einstigen Inhabers weiterzuführen. Harry bereiste bis Mitte der 50er Jahre die Meere als Seemann. Von diesen Reisen brachte er seinen Kindern zu Hause immer neue Masken und fremdländische Geschenke mit. Als er nun eines Tages nicht mehr zur See fahren konnte, eröffnete er ein kleines Geschäft in Hamburg, welches sich schnell für seine Masken und exotischen Mitbringsel einen Namen machte. Dies veranlasste Harry dazu, mit alten Seemannskollegen ins Geschäft zu kommen. Zu damaliger Zeit noch ein sehr schlecht bezahlter Beruf, erwarben die Matrosen in Übersee die von Harry benötigten Waren und bezahlten Sie vor Ort mit der sogenannten weichen Währung, sprich Zigaretten, Alkohol und allerlei anderer Tauschgegenstände. Zurück in Hamburg kaufte Harry Ihnen diese Waren gegen Geld ab und so konnte sich so mancher Matrose seinen Landaufenthalt angenehmer gestalten. Das Geschäft wuchs und wuchs, immer mehr inzwischen antike Gegenstände kamen dazu und irgendwann wurde aus Harry’s Hansebasar ein wunderliches, kleines Museum das seines Gleichen sucht!

Der Hafenbasar ist Montags bis Sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und kostet 4,00 EUR Eintritt pro Person. Die ankommenden Gruppen werden nur einzeln eingelassen und jeder erhält eine kleine Einführung über die Geschichte und die Objekte im Hafenbasar. Selbstverständlich können auch eine Vielzahl der dort zu findenden Stücke erworben werden. Der Eintrittspreis wird in diesem Fall auf den Kaufpreis angerechnet. Nun bliebe nur noch, Euch viel Spaß zu wünschen und ich hoffe Ihr seid genauso beeindruckt von einem Besuch bei Harry wie wir es waren.

Harry’s Hafenbasar, Erichstr. – Ecke Balduinstr., 20359 Hamburg

www.hafenbasar.de

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3 Antworten auf Hamburg: Harry’s Hafenbasar

  1. Gerry sagt:

    Ganz TOLL geschrieben und fotografiert Jessi Jane!!! Du bist jederzeit wieder willkommen! ;-) Schönen, sonnigen Abend! Gerry

  2. HUT ab, Frau Kollegin! Sehr schönes Feature :-) ! dmhuebsch

  3. Der Hafenbasar in Hamburg ist wirklich ein einzigartiger Laden. Da staunt sogar der Wettbewerb, wie wir es sind. Dort schlummern viele einzigartige Stücke afrikanischer Kunst. Erst heute habe ich im Internet gelesen, dass die Besitzerin in diesem Jahr gestorben ist und der Hafenbasar nun einen neuen Besitzer hat. Daer Hafenbasar stand kurz vor dem Aus, doch wurde noch gerade rechtzeitig gerettet.

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