Khakis – The Original Style

Teddy Roosevelt, das modische Vorbild. So absurd es vielleicht klingen mag, aber Teddy Roosevelt, ehemaliger amerikanische Präsident, passionierter Großwildjäger und Expeditions-Reisender, war einer der ersten prominenten Liebhaber der heutigen Khakis. Doch was daraufhin bereits in den frühen 20er Jahren als Trend um sich Griff, wurde bereits laut Überlieferungen 1846 vom britischen Leutnant Henry Lumsden erfunden. Während er mit seinen Soldaten in der indischen Punjab Wüste seinen Dienst tat, wurden die schweren, steifen Uniformen immer mehr zur Qual. Um sich selbst und seinen Kameraden während der eh schon schweren klimatischen Verhältnisse ein wenig Erleichterung zu verschaffen, tauschte er mit Unterstützung der Einheimischen die Uniformhosen mit leichteren Baumwollhosen. Diese ließ er auf Anraten in Sand färben. Ein Umstand, der bis heute dieser Hose seinen Namen gab, denn Khaki heißt auf Hindi: Staubfarben.

Die Khaki machte ihren Weg und etwa 1898, nach der Besetzung der Philipinen während des spanisch-amerikanischen Krieges, brachten die ersten Soldaten diese Hosen mit in die amerikanische  Heimat. Hier entstand dann auch der Begriff ‘Chino’, zu dem es bis heute immer wieder Unklarheit gibt. Nun noch einmal für Alle: Khakis und Chinos sind das Gleiche! Aber zurück zur Erklärung dieses Begriffs: Chinos wurde zum Zeitpunkt der Entdeckung durch die amerikanischen Soldaten von Chinesen produziert und bekamen entsprechend schnell den spanischen Namen Chino, von el Chino = der Chinese.

Ab da ging alles sehr schnell. Levi Strauss produziert die ersten Khakis als Worker Pants für die Dockarbeiter in San Francisco, die Khaki wird ein immer beliebteres Kleidungsstück bei Expeditionsreisen und schließlich Bestandteil der amerikanischen Uniform. Ausschlaggebend dafür war die Entwicklung des bis heute bekannten Cramerton-Materials, das sowohl robust, als auch weich und atmungsaktiv war. Dieses Material wird noch heute von Dockers Khakis, einem Tochterunternehmen von Levis, für die Produktion der K1, der damaligen Uniformhose nachempfunden, verwendet.

Wie so häufig damals, wurden einzelne Army-Kleidungsstücke für die alltägliche Mode adaptiert und der Weg führte direkt nach Hollywood. Spätestens seit den 40er Jahren hatte jeder Schauspieler eine Khaki und der Vormarsch dieses Fashion Items war nicht mehr aufzuhalten. Mit den GI’s aus dem Krieg zurück hält die Khaki schnell Einzug in die Jugendmode und war ab den 50er Jahren das Statement für den neuen Campus-Style des College Boys.

In den 70ern dann ging ihre Prominenz stark zurück, nur um dann in den 80er Jahren umso stärker wieder auf der Modebühne aufzutauchen. Als Uniform des aufsteigenden Establishments führte sie den Wall Street Look ein und war Symbol des bald geborenen ‘Casual Fridays’. Aber gleich wie gruselig dieses Revival auch war, unter Liebhabern des 40er und 50er Jahre Stils gehört die Khaki unbestritten zur Grundausstattung einer vollständigen Garderobe.

Welche Marke heute die beste Reproduktion des Originals liefert ist umstritten. Unter Kennern finden sich allerdings immer die gleichen Namen wieder: Dockers Khakis mit dem Modell K1 sowie Bills Khakis mit der Modellnummer M1.

us.dockers.com / billskhakis.com

Sämtliche hier gezeigten Bilder stammen aus dem Buch ‘Khaki – Cut from the Original Cloth’!

Dieser Beitrag wurde unter Classy Fashion, Classy Men's Department abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>