Toast & Jam Vintage Fashion Fair No. 2

Hier ein kleiner Bericht zur diesmaligen Toast & Jam Vintage Fashion Fair im Rahmen der Berlin Fashion Week. Am 07. und 08. Juli 2012 war es wieder soweit und die Toast & Jam öffnete Ihre Türen. Da ich diesmal leider nicht selbst vor Ort sein konnte, hat Franziska Kühne (Marlenes Töchter) kurzhand einen kleinen Bericht für uns verfasst. Vielen Dank!!!

“Wochenend und Sonnenschein, die ganze Stadt voller Modeverrückter… und dazu ein paar kräftige Regenschauer, die sich anfühlen, als hätte jemand nen Swimmingpool umgekippt – beste Voraussetzungen für die zweite Ausgabe der Toast & Jam Vintage Fashion Fair Berlin.
Nachdem wir die erste Toast & Jam nur als Besucher erlebt hatten, wollten wir (Class of Berlin) es uns diesmal nicht nehmen lassen mit einem eigenen Stand aufzuwarten, um den Damen und Herren aus der Achtziger-Jahre-Fraktion mal zu zeigen, was eine (Vintage)Harke ist.
Die Location – das ehemalige Umspannwerk Kreuzberg – ist ein idealer Ort für eine solche Veranstaltung, wie ich finde. Ein wunderschöner Fabrikbau mit superhoher Decke und dem Backsteincharme, den ich an diesen Bauten so sehr liebe. Vornedran ein Café mit Biergarten und drumherum das Paul-Linke-Ufer und der ganze Rest vom schönen Kreuzberg – toll!
Also laden wir am Freitag Nachmittag unseren halben Laden in ein Lastentaxi und machen uns auf den Weg durch den Berufsverkehr um den Stand aufzubauen.
Ich bin beeindruckt vom Gebäude und irritiert ob der vielen flohmarktähnlichen Stände mit Siebziger- und Achtziger-Jahre Chic. Das hatte ich nicht erwartet… naja, eigentlich schon, doch ich hoffte auf ein Wunder, welches leider ausblieb.

Samstag: Der Vormittag lässt sich etwas schleppend an, was mir die Gelegenheit verschafft, mich noch einmal an den – nun fertig aufgebauten- Ständen umzusehen. Okay, es gibt ein paar deutliche Lichtblicke! Zu allererst natürlich die Dame neben uns: Frozen Hibiscus hat sich mächtig ins Zeug gelegt und eine breite Auswahl an stilistisch einwandfreier Bekleidung aus eigener Feder und Produktion mit den dazu passenden Accessoires in sehr ansprechender Weise aufgebaut.
Direkt neben Frozi ein Stand der tödlichen Art – “Glanzstücke“, Vintageschmuck in allen Variationen, gemein, gemein, gemein! Genauso etwas fieses steht uns übrigens auch direkt gegenüber, “Chache Coeur“, die Auswahl an kakelbuntem Vintageschmuck und Lucite-Handtaschen ist beeindruckend! Die Jungs von MIMI haben einen kompletten Herrenausstatter im Gepäck, mit allem was dazu gehört, inklusive Manschettenknöpfe und Hausschneider. Zudem sind sie unglaublich sympatisch und hilfsbereit und stellen uns ihre mitgebrachte Umkleide zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung – danke, meine Herren! Ansonsten finde ich eine Ansammlung von Dingen, die mich nicht interessieren und irgendwo auch verärgern, denn mit so viel Ramsch hatte ich wirklich nicht gerechnet. Unglaublich. Aber nun ja, die Geschmäcker sind verschieden und für die Leute, die darauf stehen, waren bestimmt ein Haufen Kostbarkeiten zu entdecken.
Die für 19 Uhr angekündigte Modenschau hab ich *hüst* leider verpasst, alldieweil mein leerer Magen nach Aufmerksamkeit verlangte. Bei meiner Rückkehr war die Schau in vollem Gange und der Saal total zugestopft mit Menschen, so dass wir uns von außen die Nasen am Fenster platt drückten, um wenigstens ein paar Eindrücke zu ergattern. Ich sage euch, Gott sei Dank waren die Scheiben nicht geputzt, denn was da so aufgefahren wurde, hätte mir bei vollem Durchblick ganz sicher Augenkrebs beschert. Nun ja, immerhin hatten sie sich mit der Choreographie Mühe gegeben und die große Metalltreppe, die die Models bespielten, passte super ins Bild.
Pünktlich um 22 Uhr ging das Licht aus und nach einem anstrengenden 12-Stunden-Tag schlich ich nach Hause und hoffte auf ein paar neue Füße (Messe und High Heels= AUA).
Der Sonntag bescherte uns nichts Spektakuläres, außer der Erkenntnis, dass ich bei meinem Rundgang am Vortag einen Stand übersehen hatte: Charming Styles – eine Institution für originalgetreue Bekleidung nach alten Schnitten, die leider etwas unglücklich in einer der hintersten Ecken platziert waren.

Zusammenfassend wäre zu sagen, dass der Fifites- Hype zwar in der Billigbekleidungsproduktion angekommen ist, nicht aber in der, erstaunlich großen, Vintagegemeinde. Dort dominieren nach wie vor die späteren Jahrzehnte. Aber wir können über mangelndes Interesse an unserem Stand jedenfalls nicht klagen, auch wenn sich herausstellte, dass hauptsächlich Werbematerial wegging.
Ich hatte trotzdem Spaß, nicht zuletzt Dank Miss Frozi und dem Sekt… Und eine prima Werbung war es allemal, wir sind auf jeden Fall wieder dabei!”

Diesen kleinen Film haben wir uns von der Toast & Jam stibitzt:

Toast & Jam Video by \’Berlin Epoque\’!

//Franziska//

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2 Antworten auf Toast & Jam Vintage Fashion Fair No. 2

  1. Anne sagt:

    Schade, dass wohl so viel “Unbrauchbares” dazwischen war, aber höchst amüsant geschrieben, eine Freude zum Lesen! ;)

  2. Frozi sagt:

    Im großen und ganzen wars doch ganz nett und wir ,alle mal wieder zusammen auf einem Haufen.Ist alles ausbaufähig. ;)

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