Mythos Kelly Bag

Die Kelly-Bag ist seit Generation DIE „It-Bag“ schlechthin. Wer etwas auf sich hält, über das entsprechende Kleingeld verfügt und Stil beweisen möchte, trägt sie. Unabhängig von Alter und Typ der Trägerin – die Kelly Bag ist seit Generationen ein Statussymbol. Aber wie kam es dazu?
Als die US- Schauspielerin Grace Kelly 1956, nach Ihrer Heirat zur Fürstin von Monaco ‘Grazia Patrizia’, einen Ihrer ersten öffentlichen Auftritte absolvierte, versteckte Sie Ihr bereits sichtbares Babybäuchlein mit einer klassischen schwarzen Tasche aus dem Hause Hermès. Dieses Bild war nun auf der Titelseite von allen Gazetten der Welt und verhalf eben dieser Tasche zu modisch weltweitem Ruhm. Das Haus Hermès gab dem Modell selbst fortan den Namen „Kelly-Bag“ und ehrte damit seine wohl berühmteste Repräsentantin.

John Dumas, Schwiegersohn von Émile-Maurice Hermès kreierte in den 30 Jahren die Kelly Bag und benannte sie seinerzeit schlicht „Kleine Tasche mit Trageriemen“ (“petit sac haut à courroies”). Zu Beginn gab es nur ein Modell, schlicht und ohne weitere Accessoires, doch der Fortschritt machte sich auch hier bemerkbar und inzwischen gibt es sie in verschiedenen Größen, gefertigt aus den exotischsten Lederarten, wie z.B. Krokodil, Python, Strauß oder Eidechse und allen erdenklichen Farben.

Das Haus Hermès legt nach wie vor höchste Exklusivität bezüglich der Herstellung der Taschen an den Tag. Jeweils nur ein Mitarbeiter arbeitet an einer Tasche, jeder einzelne Arbeitsschritt ist Handarbeit. So werden zur Fertigung eines Modells 18 bis 24 Stunden benötigt. Schon allein die Schnittkonstruktion beträgt Dreiviertel der gesamten Arbeitszeit und wird von einem einzigen Mitarbeiter ausgeführt. So wundert es nicht, dass der Startpreis einer Kelly-Bag bei circa 4000€ liegt. Nach oben hin sind hierbei keinerlei Grenzen gesetzt.

Die Kelly-Bag wird klassisch über dem Arm getragen und setzt auf zurückhaltende, klassische Eleganz. Über die Jahre hinweg ist das Modell immer wieder leicht abgeändert worden, jedoch liegt ihr Zauber, in meinen Augen, in der feinen Noblesse und Dezenz. Ich möchte hier jedoch auch anmerken, dass die Kelly-Bag, bevor die Fürstin sie populär machte, ein echter Ladenhüter war und sich kaum verkaufte. Nicht zuletzt hat also die wunderschöne Grace Kelly diese Tasche zu dem Kultobjekt schlechthin gemacht. Die Versessenheit der Papparazzi auf diese Ikone tat ihr Übriges. Es kommt also auch immer darauf an, wer und wie man all die schönen Dinge trägt und präsentiert ;-)

Und wer sich die Kelly Bag nicht leisten kann, der sollte zu Schere und Klebstoff greifen. Denn Hermés selbst hat vor einigen Jahren eine ganz entzückende Bastelanleitung für die Paper Kelly Bag herausgegeben. Die dazugehörige Anleitung findet Ihr in der Bildergalerie!

//Pia Zadora//

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