Designer of the 50′s – Jacques Fath

Jacques Fath, 1912 geboren, präsentiert als absoluter Autodidakt 1937 seine erste eigene Kollektion. Zu diesem Zeitpunkt ist er 25 Jahre alt und zählte als seine einzige Unterstützung zwei Näherinnen. Diese Kollektion wurde am Model Geneviève präsentiert, seine spätere Frau. Erst 1944 eröffnet er sein eigenes Modehaus und ist einer der großen revolutionären Haute Couturiers seiner Zeit. Fath war vornehmlich bekannt für seine Abendkleider mit denen er vorallem im prominenten Umfeld viele Liebhaberinnen um sich scharen konnte. Aber auch für seinen sportiven Chic, der ‘Frau’ die Möglichkeit bot trotz eleganter Grazie, komfortabel und bequem gekleidet zu sein, prägte seine Mode und bestimmte seinen Erfolg. 1948 war er der erste europäische Designer der seine Entwürfe auf den amerikanischen Markt brachte und sich dort erfolgreich etablierte. Bald darauf kleidete er halb Hollywood ein und so entwarf er auch das Hochzeitskleid von Rita Hayworth. Er war ein sehr perfektionistisch arbeitender Mann und seine Ideen mussten exakt umgesetzt werden, so wie der Spiegel 1948 zu berichten weiß. Denn welches Model keinen neuen Haarschnitt wollte musste kurzerhand gehen. Er präsentierte wohl eines der ersten Top Models Frankreichs, Bettina, und prägte damit schnell den sogenannten Bettina-Look.

Seine relativ kurze Karriere war von vielen Schlagzeilen begleitet denn nebst seiner äußerst talentierten Tätigkeit als Modeschöpfer war Fath bekannt als Lebemann und beliebt für seine großartigen, rauschenden Feste.

Er verstarb bereits 1954 an Leukemie und seine Frau Genevieve übernahm die Geschäfte. Sein Couture Haus zählte bis dahin bereits 700 Mitarbeiter. Allerdings währte dies nicht mehr von langer Dauer und wurde 1957 geschlossen. Jacques Fath ist heute in Europa nahezu in Vergessenheit geraten, während er in den USA nach wie vor berühmt ist. Sein Name steht heute für Parfüm und Accessoires, die allerdings nicht mehr an den Erfolg des Modehauses Fath anknüpfen können. Allerdings konnten sich seine damaligen Assistenten später mit eigenen Modehäusern einen erfolgreichen Namen machen, wie zum Beispiel Hubert Givenchy, Valentino Garavani oder Guy Laroche.

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