Designer of the 50′s – Pierre Balmain

Pierre Balmain sagte einmal: “Keep to the basic principles of fashion and you will always be in harmony with the latest trends without falling prey to them.”

Der 1914 in Frankreich geborene Designer Pierre Balmain verschrieb sich 1933 ursprünglich der Architektur. Doch bereits nach einem Jahr brach er das Studium ab und wechselte in seine ursprüngliche Leidenschaft, die Haute Couture. Er arbeitete zunächst als Assistent bei Edward Molyneux, 1939 fing er dann bei Lucien Lelong an. Mit einigen kriegsbedingten Unterbrechungen blieb er dort bis 1945. Im Herbst desselben Jahres, nach Kriegsende, eröffnete Pierre Balmain sein erstes eigenes Atelier, Maison Balmain, in der Rue Francois, 1er in Paris. Schnell gelangte er zu Beliebtheit und wie der Modehistoriker Farid Chenoune es bezeichnet, war er einer der ‘supreme practitioners of the New Look generation’. Er wurde schnell in einem Atemzug mit Dior und Fath genannt und schaffte es, genau wie seine Kollegen, bereits Anfang der 50er Jahre erste Erfolge auch in den USA zu feiern. Er präsentierte dort seine sportliche ready-to-wear Kollektion unter dem Namen ‘Madame Jolie’ und schaffte es, die französische Couture für den amerikanischen Markt gekonnt zu übersetzen.

Balmain zeigte schon sehr früh in seinem Schaffen, dass sich ein Designer längst nicht nur textilen Kreationen verschreiben muss und präsentierte bereits 1946 sein erstes Damenparfum. Darauf folgte 1949 ein Herrenduft unter dem Titel ‘Eau de Verveine-Citronelle’, den es als ‘Monsieur Balmain’ bekannt, heute noch gibt. In den 50er Jahren hatte er seinen kommerziell größten Erfolg und war bekannt für raffinierte Details und schlichte Eleganz. Balmain machte die Stola zu einem Trendaccessoires für den Tag und den Abend, schneiderte vornehme Etuikleider und war Trendsetter wenn es um Wraps und Capes geht. Zwischen 1951 und 1972 kleidete er die Protagonisten von über 16 Filmen ein und auch außerhalb der Filmstudios waren seine Kreationen in Hollywood äußerst beliebt. Mae West, Vivien Leigh, Marlene Dietrich, Katharine Hepburn sowie Brigitte Bardot liebten seine stilvollen Roben, um nur einige Namen zu nennen.

Doch auch im Atelier Balmain ging es prominent zu. 1955 bis 1958 arbeitete Karl Lagerfeld für Pierre Balmain und auch in späteren Jahren gingen bekannte Namen ein und aus. So wurde das Haus nach seinem Tod 1982 zum Beispiel von Hervé Pierre Braillard oder Oscar de la Renta geführt. Aufgrund vieler Lizenzen und dem Tod des Meisters verwässerte sich die Marke zunehmend und nach einigen Verkäufen in den 80er und 90er Jahren war Balmain bald in finanziellen Problemen. Im Mai 2004 wurde ein Antrag auf Gläubigerschutz gestellt und Balmain setze für 2 Jahre aus.

2006 präsentierte sich das Haus Balmain neu und stellte erstmals wieder eine Prêt-a-Porter Kollektion in Paris vor. Seither erfreut sich die Marke wieder großer Beliebtheit und wurde nicht nur von Penelope Cruz auf dem ‘Roten Teppich’ getragen. Aktuell wurde sogar eine Herrenkollektion präsentiert und Balmain scheint seinen alten Glanz neu aufpoliert zu haben.

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