Mythos Kelly Bag

Die Kelly-Bag ist seit Generation DIE „It-Bag“ schlechthin. Wer etwas auf sich hält, über das entsprechende Kleingeld verfügt und Stil beweisen möchte, trägt sie. Unabhängig von Alter und Typ der Trägerin – die Kelly Bag ist seit Generationen ein Statussymbol. Aber wie kam es dazu?
Als die US- Schauspielerin Grace Kelly 1956, nach Ihrer Heirat zur Fürstin von Monaco ‘Grazia Patrizia’, einen Ihrer ersten öffentlichen Auftritte absolvierte, versteckte Sie Ihr bereits sichtbares Babybäuchlein mit einer klassischen schwarzen Tasche aus dem Hause Hermès. Dieses Bild war nun auf der Titelseite von allen Gazetten der Welt und verhalf eben dieser Tasche zu modisch weltweitem Ruhm. Das Haus Hermès gab dem Modell selbst fortan den Namen „Kelly-Bag“ und ehrte damit seine wohl berühmteste Repräsentantin.

John Dumas, Schwiegersohn von Émile-Maurice Hermès kreierte in den 30 Jahren die Kelly Bag und benannte sie seinerzeit schlicht „Kleine Tasche mit Trageriemen“ (“petit sac haut à courroies”). Zu Beginn gab es nur ein Modell, schlicht und ohne weitere Accessoires, doch der Fortschritt machte sich auch hier bemerkbar und inzwischen gibt es sie in verschiedenen Größen, gefertigt aus den exotischsten Lederarten, wie z.B. Krokodil, Python, Strauß oder Eidechse und allen erdenklichen Farben.

Das Haus Hermès legt nach wie vor höchste Exklusivität bezüglich der Herstellung der Taschen an den Tag. Jeweils nur ein Mitarbeiter arbeitet an einer Tasche, jeder einzelne Arbeitsschritt ist Handarbeit. So werden zur Fertigung eines Modells 18 bis 24 Stunden benötigt. Schon allein die Schnittkonstruktion beträgt Dreiviertel der gesamten Arbeitszeit und wird von einem einzigen Mitarbeiter ausgeführt. So wundert es nicht, dass der Startpreis einer Kelly-Bag bei circa 4000€ liegt. Nach oben hin sind hierbei keinerlei Grenzen gesetzt.

Die Kelly-Bag wird klassisch über dem Arm getragen und setzt auf zurückhaltende, klassische Eleganz. Über die Jahre hinweg ist das Modell immer wieder leicht abgeändert worden, jedoch liegt ihr Zauber, in meinen Augen, in der feinen Noblesse und Dezenz. Ich möchte hier jedoch auch anmerken, dass die Kelly-Bag, bevor die Fürstin sie populär machte, ein echter Ladenhüter war und sich kaum verkaufte. Nicht zuletzt hat also die wunderschöne Grace Kelly diese Tasche zu dem Kultobjekt schlechthin gemacht. Die Versessenheit der Papparazzi auf diese Ikone tat ihr Übriges. Es kommt also auch immer darauf an, wer und wie man all die schönen Dinge trägt und präsentiert ;-)

Und wer sich die Kelly Bag nicht leisten kann, der sollte zu Schere und Klebstoff greifen. Denn Hermés selbst hat vor einigen Jahren eine ganz entzückende Bastelanleitung für die Paper Kelly Bag herausgegeben. Die dazugehörige Anleitung findet Ihr in der Bildergalerie!

//Pia Zadora//

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Rockalily Lipstick – Tipp

Für alle die dem Rockalily Lipstick hinterhertrauern, hier ein Auszug aus dem letzten Newsletter von ReeRee Rockette:

When I sourced the lipstick for Rockalily, I knew the product was awesome. It certainly proved to be the case, when everyone else started loving it too.

After a year of kissable lips, I closed the lipstick brand to open Rockalily Cuts, my hair salon, and was a little overwhelmed at how regularly I got messaged to reorder.

However, I have recently seen that another company have sourced lipsticks from the same factory, and it got me thinking…

I don’t have time to dedicate to the Rockalily Lipstick brand, but would anyone be interested in buying the same product, without the cool branding? No cute box, labels etc, but the same awesome lipstick that we all loved?

It would be on a smaller scale, but would mean our lips could be kissable once again.

The lipsticks could be purchased from Rockalily Cuts for £13, or posted to you for £16.65 (darn Royal Mail) and its massive price hike!

Wer nicht weiß worum es geht, hier mein letzter Artikel zu Rockalily Lipstick!

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I love Lucy

Obwohl Sie in den USA einer der größten Fernsehstars aller Zeiten war und bleibt, ist Lucille Ball in unseren Sphären kaum bekannt. Tragisch, wie ich finde – dabei ist ihre Biographie doch mindestens so spannend und hinreißend wie ein Film!

Geboren am 6. August 1911 in Jamestown, NY entschloss sich Lucille im zarten Alter von 15 Jahren, nach New York City zu gehen um dort ihr Glück als Schauspielerin zu versuchen. Wie Bette Davis besuchte sie die John Murray Anderson School of Dramatic Arts, wo Lucille jedoch ausgesprochene Talentfreiheit attestiert wurde. In einem Brief an hire Mutter hieß es: “Lucy’s wasting her time and ours. She’s too shy and reticent to put her best foot forward.”

Unglücklich kehrte sie zu ihrer Familie in Celoron, NY zurück. Als kleines Stehaufmännchen liess sie sich jedoch nicht lang von ihrer Idee abbringen, färbte sich ihre damals noch haselnussbraunen Haare blond und kehrte 1928 nach NY zurück, wo sie zunächst als Mannequin für Hattie Carnegie, dann als Chesterfield Zigarette Girl Arbeit fand. Nach einigen Rückschlägen kam Lucilles Karriere langsam ins Rollen: sie änderte ihren Namen in “Diane Belmont” und wurde Chorusgirl in einigen Broadway Shows, unter anderem Florenz Ziegfelds “Rio Rita”. Genau so schnell wurde sie jedoch wieder gefeuert. Gerüchteweise wurden damals die Showgirls auch zur Unterhaltung der New Yorker Mobster bei großen Dinnerparties angeheuert – jede erhielt eine 100$ Note unter ihrem Teller. Ob und wie Lucy in solche Aktivitäten involviert war, bleibt zu spekulieren.

Anfang der 30er Jahre zog Lucille nach Los Angeles, um ihre Möglichkeiten in der Filmwelt auszutesten. Der Plan ging auf und so erschien sie zunächst als Teil der Tanz Ensemble, dann in kleineren Rollen an der Seite von Katherine Hepburn, Ginger Rogers und Fred Astaire. Insgesamt sollte sie in ihrem Leben in 72 Filmen zu sehen sein, die meisten davon zweitklassig, was ihr schon zu Lebzeiten den Titel “Queen of the B’s” einbrachte.

Der wohl schicksalhafteste Dreh für Lucille sollte “Dance, Girl, Dance”  im Jahre 1940 werden: hier lernte sie ihre große Liebe Desi Arnaz kennen. Nach ihrem zweiten gemeinsamen Film “Too many Girls”  brannten Ball und Arnaz durch und heirateten – nachdem sie nur eine Woche vorher beschlossen hatten, sich trennen zu müssen. Obwohl – oder vielleicht weil- die beiden ein so ungleiches Paar waren, hielt ihre Liebe fast 20 Jahre lang. Eine weitere “wichtige” Entscheidung fällte Lucille 1942 auf Drängen der MGM hin: sie färbte ihre Haare rot.

Als Lucy’s Karriere Ende der 40er Jahre nicht die Filmrollen brachte, die sie sich erhofft hatte, war es Desi, der sie drängte, Rundfunk auszuprobieren. Sie landete eine Rolle in “My favorite Husband”, einer erfolgreichen Radio-Comedy. Der Fernsehsender CBS zeigte sich schnell interessiert, ein ähnliches Format für’s Fernsehen zu produzieren. Bald darauf wurde die Idee für I Love Lucy geboren, die sehr nah am richtigen Leben des glücklichen Paares spielte. Lucy bestand sogar darauf, Ihren eigenen Ehemann in der Rolle des kubanischen Entertainers ‘Ricky Ricardo’  in der Serie zu casten – vielleicht unter anderem, um den als Ladies’ Man verschrieenen Desi von allzu großen Ausschweifungen abzuhalten.

Der Serienplot beinhaltete typische Eheprobleme der 50er, immer wiederkehrende Witzeleien über Ricky’s spanischen Akzent (das legendäre “Lucy, you got some ‘splainin’ to do!”)  und Lucy’s erfolglose Versuche sich als Tänzerin in Ricky’s Show einzuschleichen. Mit Bill Fawley und Vivian Vance als schrulliges Vermieterpärchen Fred und Ethel Mertz gelang Ball und Arnaz eine Punktlandung. Am 15. Oktober 1951 wurde der Pilot für I love Lucy ausgestrahlt und landete schlagartig in den Herzen der Zuschauer, die Lucy bis heute (vermutlich in der dritten Generation)  fantastische Einschaltquoten verschaffen. Für vier Staffeln war I love Lucy die Nr. 1 in den USA, im Jahr 1953 mit 67,3 % Einschaltquote unübertroffen.

So erfolgreich wurde die Serie, dass Lucille und Desi zunächst eine eigene Produktionsfirma (Desilu) und dann ein komplett eigenes Studio gründeten, das zeitweise dem Marktführer MGM Konkurrenz machte. Trotz aller Fernseherfolge ging das private Glück der Arnaz’ Familie den Bach herunter. Desi wandte sich zunehmend dem Alkohol zu und bemühte sich nicht mehr, seine Affären geheimzuhalten. Im Jahr 1960 ließen sich Lucille und Desi scheiden, die Trennung bahnte sich jedoch schon einige Jahre an (das Paar hatte schon 1944 einmal die Scheidung eingereicht, sie jedoch zurückgenommen, bevor sie rechtskräftig wurde). Dennoch spielten sie in “I Love Lucy” weiterhin professionell als Ehemann und Frau, und auch in der Nachfolgesendung “The Lucy and Desi Comedy Hour”  wurde die Fassade gewahrt.

Beide heirateten erneut, blieben jedoch bis zu Desi’s Tod 1986 nicht zuletzt durch ihre beiden Kinder, eng verbunden. Am 26. April 1989 starb Lucille Ball in Beverly Hills während einer Herz OP.

//Anna//

Vielen Dank an die reizende Gastautorin und Lucille Ball begeisterte Anna!

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Toast & Jam Vintage Fashion Fair No. 2

Hier ein kleiner Bericht zur diesmaligen Toast & Jam Vintage Fashion Fair im Rahmen der Berlin Fashion Week. Am 07. und 08. Juli 2012 war es wieder soweit und die Toast & Jam öffnete Ihre Türen. Da ich diesmal leider nicht selbst vor Ort sein konnte, hat Franziska Kühne (Marlenes Töchter) kurzhand einen kleinen Bericht für uns verfasst. Vielen Dank!!!

“Wochenend und Sonnenschein, die ganze Stadt voller Modeverrückter… und dazu ein paar kräftige Regenschauer, die sich anfühlen, als hätte jemand nen Swimmingpool umgekippt – beste Voraussetzungen für die zweite Ausgabe der Toast & Jam Vintage Fashion Fair Berlin.
Nachdem wir die erste Toast & Jam nur als Besucher erlebt hatten, wollten wir (Class of Berlin) es uns diesmal nicht nehmen lassen mit einem eigenen Stand aufzuwarten, um den Damen und Herren aus der Achtziger-Jahre-Fraktion mal zu zeigen, was eine (Vintage)Harke ist.
Die Location – das ehemalige Umspannwerk Kreuzberg – ist ein idealer Ort für eine solche Veranstaltung, wie ich finde. Ein wunderschöner Fabrikbau mit superhoher Decke und dem Backsteincharme, den ich an diesen Bauten so sehr liebe. Vornedran ein Café mit Biergarten und drumherum das Paul-Linke-Ufer und der ganze Rest vom schönen Kreuzberg – toll!
Also laden wir am Freitag Nachmittag unseren halben Laden in ein Lastentaxi und machen uns auf den Weg durch den Berufsverkehr um den Stand aufzubauen.
Ich bin beeindruckt vom Gebäude und irritiert ob der vielen flohmarktähnlichen Stände mit Siebziger- und Achtziger-Jahre Chic. Das hatte ich nicht erwartet… naja, eigentlich schon, doch ich hoffte auf ein Wunder, welches leider ausblieb.

Samstag: Der Vormittag lässt sich etwas schleppend an, was mir die Gelegenheit verschafft, mich noch einmal an den – nun fertig aufgebauten- Ständen umzusehen. Okay, es gibt ein paar deutliche Lichtblicke! Zu allererst natürlich die Dame neben uns: Frozen Hibiscus hat sich mächtig ins Zeug gelegt und eine breite Auswahl an stilistisch einwandfreier Bekleidung aus eigener Feder und Produktion mit den dazu passenden Accessoires in sehr ansprechender Weise aufgebaut.
Direkt neben Frozi ein Stand der tödlichen Art – “Glanzstücke“, Vintageschmuck in allen Variationen, gemein, gemein, gemein! Genauso etwas fieses steht uns übrigens auch direkt gegenüber, “Chache Coeur“, die Auswahl an kakelbuntem Vintageschmuck und Lucite-Handtaschen ist beeindruckend! Die Jungs von MIMI haben einen kompletten Herrenausstatter im Gepäck, mit allem was dazu gehört, inklusive Manschettenknöpfe und Hausschneider. Zudem sind sie unglaublich sympatisch und hilfsbereit und stellen uns ihre mitgebrachte Umkleide zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung – danke, meine Herren! Ansonsten finde ich eine Ansammlung von Dingen, die mich nicht interessieren und irgendwo auch verärgern, denn mit so viel Ramsch hatte ich wirklich nicht gerechnet. Unglaublich. Aber nun ja, die Geschmäcker sind verschieden und für die Leute, die darauf stehen, waren bestimmt ein Haufen Kostbarkeiten zu entdecken.
Die für 19 Uhr angekündigte Modenschau hab ich *hüst* leider verpasst, alldieweil mein leerer Magen nach Aufmerksamkeit verlangte. Bei meiner Rückkehr war die Schau in vollem Gange und der Saal total zugestopft mit Menschen, so dass wir uns von außen die Nasen am Fenster platt drückten, um wenigstens ein paar Eindrücke zu ergattern. Ich sage euch, Gott sei Dank waren die Scheiben nicht geputzt, denn was da so aufgefahren wurde, hätte mir bei vollem Durchblick ganz sicher Augenkrebs beschert. Nun ja, immerhin hatten sie sich mit der Choreographie Mühe gegeben und die große Metalltreppe, die die Models bespielten, passte super ins Bild.
Pünktlich um 22 Uhr ging das Licht aus und nach einem anstrengenden 12-Stunden-Tag schlich ich nach Hause und hoffte auf ein paar neue Füße (Messe und High Heels= AUA).
Der Sonntag bescherte uns nichts Spektakuläres, außer der Erkenntnis, dass ich bei meinem Rundgang am Vortag einen Stand übersehen hatte: Charming Styles – eine Institution für originalgetreue Bekleidung nach alten Schnitten, die leider etwas unglücklich in einer der hintersten Ecken platziert waren.

Zusammenfassend wäre zu sagen, dass der Fifites- Hype zwar in der Billigbekleidungsproduktion angekommen ist, nicht aber in der, erstaunlich großen, Vintagegemeinde. Dort dominieren nach wie vor die späteren Jahrzehnte. Aber wir können über mangelndes Interesse an unserem Stand jedenfalls nicht klagen, auch wenn sich herausstellte, dass hauptsächlich Werbematerial wegging.
Ich hatte trotzdem Spaß, nicht zuletzt Dank Miss Frozi und dem Sekt… Und eine prima Werbung war es allemal, wir sind auf jeden Fall wieder dabei!”

Diesen kleinen Film haben wir uns von der Toast & Jam stibitzt:

Toast & Jam Video by \’Berlin Epoque\’!

//Franziska//

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Khakis – The Original Style

Teddy Roosevelt, das modische Vorbild. So absurd es vielleicht klingen mag, aber Teddy Roosevelt, ehemaliger amerikanische Präsident, passionierter Großwildjäger und Expeditions-Reisender, war einer der ersten prominenten Liebhaber der heutigen Khakis. Doch was daraufhin bereits in den frühen 20er Jahren als Trend um sich Griff, wurde bereits laut Überlieferungen 1846 vom britischen Leutnant Henry Lumsden erfunden. Während er mit seinen Soldaten in der indischen Punjab Wüste seinen Dienst tat, wurden die schweren, steifen Uniformen immer mehr zur Qual. Um sich selbst und seinen Kameraden während der eh schon schweren klimatischen Verhältnisse ein wenig Erleichterung zu verschaffen, tauschte er mit Unterstützung der Einheimischen die Uniformhosen mit leichteren Baumwollhosen. Diese ließ er auf Anraten in Sand färben. Ein Umstand, der bis heute dieser Hose seinen Namen gab, denn Khaki heißt auf Hindi: Staubfarben.

Die Khaki machte ihren Weg und etwa 1898, nach der Besetzung der Philipinen während des spanisch-amerikanischen Krieges, brachten die ersten Soldaten diese Hosen mit in die amerikanische  Heimat. Hier entstand dann auch der Begriff ‘Chino’, zu dem es bis heute immer wieder Unklarheit gibt. Nun noch einmal für Alle: Khakis und Chinos sind das Gleiche! Aber zurück zur Erklärung dieses Begriffs: Chinos wurde zum Zeitpunkt der Entdeckung durch die amerikanischen Soldaten von Chinesen produziert und bekamen entsprechend schnell den spanischen Namen Chino, von el Chino = der Chinese.

Ab da ging alles sehr schnell. Levi Strauss produziert die ersten Khakis als Worker Pants für die Dockarbeiter in San Francisco, die Khaki wird ein immer beliebteres Kleidungsstück bei Expeditionsreisen und schließlich Bestandteil der amerikanischen Uniform. Ausschlaggebend dafür war die Entwicklung des bis heute bekannten Cramerton-Materials, das sowohl robust, als auch weich und atmungsaktiv war. Dieses Material wird noch heute von Dockers Khakis, einem Tochterunternehmen von Levis, für die Produktion der K1, der damaligen Uniformhose nachempfunden, verwendet.

Wie so häufig damals, wurden einzelne Army-Kleidungsstücke für die alltägliche Mode adaptiert und der Weg führte direkt nach Hollywood. Spätestens seit den 40er Jahren hatte jeder Schauspieler eine Khaki und der Vormarsch dieses Fashion Items war nicht mehr aufzuhalten. Mit den GI’s aus dem Krieg zurück hält die Khaki schnell Einzug in die Jugendmode und war ab den 50er Jahren das Statement für den neuen Campus-Style des College Boys.

In den 70ern dann ging ihre Prominenz stark zurück, nur um dann in den 80er Jahren umso stärker wieder auf der Modebühne aufzutauchen. Als Uniform des aufsteigenden Establishments führte sie den Wall Street Look ein und war Symbol des bald geborenen ‘Casual Fridays’. Aber gleich wie gruselig dieses Revival auch war, unter Liebhabern des 40er und 50er Jahre Stils gehört die Khaki unbestritten zur Grundausstattung einer vollständigen Garderobe.

Welche Marke heute die beste Reproduktion des Originals liefert ist umstritten. Unter Kennern finden sich allerdings immer die gleichen Namen wieder: Dockers Khakis mit dem Modell K1 sowie Bills Khakis mit der Modellnummer M1.

us.dockers.com / billskhakis.com

Sämtliche hier gezeigten Bilder stammen aus dem Buch ‘Khaki – Cut from the Original Cloth’!

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Die Stoffpuppen – Fruchttaschenalarm!

‘Die Stoffpuppen’ sind zwei reizende, lebenslustige Ladys namens Monique & Andorte. Sie haben, nebst Ihrer Vorliebe für Rockabilly und 50s Lifestyle, viel Kreativität gemein und finden stets neue Möglichkeiten, diese auszuleben. Zunächst jede für sich, fanden Sie sich schon schnell zu einem erfolgreichen und unterhaltsamen Kollektiv zusammen. Sie ergänzen sich nur zu gut und fertigen gemeinsam als Stoffpuppen Kleidung und Accessoires mit einer lieblichen 50s Attitüde an. Alle Produkte in Ihrem Sortiment sind ‘Tailor Made’ und wechseln je nach Lust und Bedarf. Monique hat als gelernte Dekorateurin ein geschicktes Händchen  und liebt es, neue Materialien für sich zu entdecken und auszuprobieren. Und so bin ich sehr froh, dass es diesen Sommer der Bast ist, der es Ihr angetan hat. Sie fertigt daraus wunderbare Taschen mit Bambushenkel und verschiedenen Dekorationen, wie zum Beispiel kleinen Knöpfen, passend zum Futter der jeweiligen Tasche bezogen, Schleifen und Früchte. Womit wir beim Thema wären: meine neue Fruchttasche! Seht sie Euch an, sie ist wirklich schick und die Früchte machen Lust auf Sommer.

So wie mir ging es anscheinend auch noch anderen, denn auf dem kürzlich besuchten Walldorf Weekender habe ich gleich mehrere Damen mit einer ähnlichen Tasche entdeckt. Die Stoffpuppen haben unsere Aufmerksamkeit geweckt und ich werde auf jeden Fall weiter beobachten, was als Nächstes folgt.

Anbei ein paar Bilder von der Ankunft meiner Tasche. Ich war sehr begeistert von der liebevollen Verpackung und den beigelegten Kleinigkeiten. Vielen Dank liebe Stoffpuppen, es ist mir eine Freude Euch zu kennen!

Die nächste Gelegenheit für Euch die Kollektion und Ladys persönlich kennenzulernen bietet sich vom 01. bis 03. Juli auf dem Race 61, Roadrunners Paradise, Berlin.

www.diestoffpuppen.de

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Vergessene Kostbarkeiten: Sweater Clips


Ladies, ich weiß nicht wie es Euch geht, doch ich kann ohne Strickjacken nicht mehr leben. Und wer wie ich nirgendwo mehr ohne eine Strickjacke hingeht und ganz nebenbei noch eine ausgeprägte Vintage-Vorliebe hat, der wird sicherlich diese herrlichen kleinen, schmückenden und praktischen Sweater Clips kennen. Sie sind nicht nur äußerst dekorativ, sondern auch noch praktischer Helfer, falls man das Jäckchen einmal nur um die Schultern legt. Seht selbst, hier ein paar Beispiele. Allesamt gefunden auf Etsy.com.

P.S. Vielen Dank für den Tipp liebe Beril!

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Das Hawaiihemd- Ein Zeichen des guten Geschmacks

Blumen, Fische, exotische Vögel, traumhafte Landschaften mit Palmen und Sonnenuntergängen. Kaum ein anderes Kleidungsstück wird so stark mit einem exotischen Gefühl  in Verbindung gebracht wie das Hawaiihemd, auch Aloha-Shirt genannt. Auf Hawaii selbst begleitet es die Insulaner so gut wie jeden Tag. Hierzulande erfreut sich das Hawaiihemd seit einigen Jahren ebenfalls wachsender Beliebtheit.

Ich möchte an dieser Stelle den Fokus nicht auf den bekannten Entertainer Jürgen von der Lippe lenken, der sich nicht scheute ein auffälliges Hawaiihemd über seinem stark ausgeprägten Leib zu tragen, vielmehr möchte ich dem Vorurteil entgegensteuern, ein Hawaiihemd passe nur zu Tennissocken und Sandalen am weißen Männerbein.  Gern möchte ich hier  einen kleinen Einblick in die Geschichte des Aloha-Shirts geben und, im besten Falle, einige geneigte Leser anregen, sich ihm anzunähern.

Bereits im 19. Jahrhundert sah man Bewohner einer Inselgruppe im Pazifik, der sogenannten  Hawaiian- oder Sandwhich Islands, bunte auffällige Hemden tragen.  Anfang des 20. Jahrhunderts begann man das Hemd auf die bekannte, übliche Weise „über der Hose“ zu tragen. Waren es zu dieser Zeit noch Randgruppen der hawaiianischen Bevölkerung die vorrangig Hawaiihemden trugen , so wurde es im Laufe der folgenden Jahre zu einem „It-Kleidungsstück“ welches nun ebenso von Hawaiis gut betuchter Jugend entdeckt und kultiviert wurde. Im  Zuge dessen wurden die Materialien leicht und angenehmer. So wurde und wird für ein Hawaiihemd Seide, Viskose und Baumwolle verwendet. In den 40er Jahren entdeckten Touristen des amerikanischen Festlandes das Hawaiihemd als Kleidungsstück und Souvenir.  Dies erklärt die boomartige Popularität des Hemdes bis in die 50er und 60er Jahren. Sogar Künstler wie Frank Sinatra, Elvis Presley und Bing Crosby trugen es in der Öffentlichkeit.

Bekannte Designer der klassischen Hawaiihemden, sind Ethel Lum, als erste Hawaiihemden-Designerin, Ellery J. Chan und Sig Zane, um nur einige zu nennen. Um als wirkliches Aloha-Shirt  (Kalakaua, das originale Hawaiihemd) bezeichnet werden zu können, muss das Hemd auf Hawaii gefertigt worden sein und es muss drei typische Kennzeichen aufweisen können. Da ist erstens der gerade Saum unten am Abschluss. Zweitens Knöpfe aus Kokosnussschalen und drittens Taschen, die das prächtige Muster des Hemdes nicht unterbrechen dürfen. Bis heute werden Aloha-Shirts in klassischer Tradition hergestellt, wenn auch inzwischen junge Designer das Hemd ab und an mit neuen, modernen  Akzenten verfeinern.

Alles in allem bleibt, ungeachtet modischer Modifizierungen,  ein Gefühl von Exotik und Urlaub schon beim bloßen Betrachten der traumhaften Stoffe. Ob als klassisches Hawaiihemd ober auch für die Damen als Blumenprint bei Blusen, in  Stoffen für Vorhänge und Bezüge, es bleibt ein Hauch von Südseetraum. Wer Hawaiihemden jedoch lediglich als Geschmacklosigkeit der 80er Jahre in Europa begreift, der hat sich von billigen Imitaten, getragen von übergewichtigen Männern mit viel zu weißen Beinen blenden lassen.

Wer darüber hinaus auf den „guten“ Geschmack gekommen ist und sich näher mit dem Phänomen Hawaiihemd beschäftigen möchte, dem sei folgender üppiger Bildband ans Herz gelegt: The Aloha Shirt von Dale Hope & Gregory Tozian (19,90 EUR)

Eine Auswahl traumhafter hawaiianischer Stoffe bieten folgende Internetseiten:

www.barkclothhawaii.com / www.hawaiifabricmart.com (siehe auch Artikel ‘Aloha Vorhang!’)

Weitere Links zum Thema: www.sigzane.com / www.hawaiihemd.de

//Pia Zadora//

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Le bloc

Am vergangenen Samstag, 02. Juni 2012, hat die Stadtrevue einmal mehr gezeigt, wie vielfältig es um Kölns Kreativität bestellt ist. Das Belgische Viertel, Zentrum des individuellen Treibens der Stadt, war Mittelpunkt von le bloc. Modeschaffende und Kreative hatten Ihre Tore geöffnet und Schaulustigen nicht nur einen Blick in Ihre Arbeit gewährt, sondern zeitgleich auch noch ein buntes Entertainment-Programm zusammengestellt.

So war an diesem Tag für Liebhaber und Neugierige von Vintage- und Retromode die Salon-Boutique Liebling, Limburger Strasse 2b, die erste Adresse. Zusammen mit dem Jungdesigner Label Mädchentraum hatten die zwei Damen zu einem Konzert der Cool Cats geladen. Um 15:00 Uhr zeigten diese swinging Cats, ausgestattet von Mädchentraum, wie mitreißend die Musik der 40er Jahre war und nahmen Gäste und Passenten mit auf eine Zeitreise. Am Abend dann, von der Nostalgie des Nachmittags beschwingt, zeigte die bekannte Burlesque-Tänzerin Mae von Bourbon, wie frech frivol es in vergangenen Jahrzehnten zuging und präsentierte sich als Sexiest Bankräuber des Abends.

Ein gelungener Tag!

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Sunday Shopping – Rock’n'Vintage #4

Am 20. Mai war es wieder soweit. Der Rock’n'Roll-Flohmarkt fand zum vierten Mal statt. Mit der neugewählten Location hatten wir dieses Mal auch das Glück, vom wunderbaren Wetter zu profitieren und haben kurzerhand einfach einen Teil des Flohmarkts nach draußen verlegt. Mit dabei waren dieses Mal unter anderem Magic Twain mit einer Auswahl der Kollektion sowie einigen Vintage-Schätzen und den vielen herrlichen Accessoires aus der Hand von Janett, Mädchentraum mit einigen Vintage-Stücken aus Ihrem Shop sowie sommerlichen Hüten und Federkleid mit einer großen Auswahl an handgefertigten Fascinators. Angereichert mit zahlreichen Vintage-Ständen von Liebhabern und Sammlern, war vom ausgewählten Schmuck über Schuhe, Kleidung und Einrichtungsgegenständen wieder alles dabei. Rundum war es ein entspannter Sonntag Nachmittag mit Shopping, guten Freunden und einer Prise Rock’n'Roll.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal im Herbst und werden sicherlich dem Moyos (Lindenstrasse 38, Köln) treu bleiben.

Fotos von Tanja Hoffmann! Vielen Dank für Deine Unterstützung. :-)

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